Fit für den Job - berufsbezogene Rehatherapie im Workpark

Pawelz_Hermsen_30758Noch kann sie den linken Arm nicht so bewegen, wie es ihr Job als Servicekraft in einem Schnellimbiss erfordert. Aber es geht Dank der Reha voran: Vor einigen Monaten stürzte Melanie S. bei der Arbeit - ein Oberarmbruch war die Folge. Noch fehlen der 47-Jährigen die Kraft und die Beweglichkeit, um beispielweise nach dem Salzstreuer oberhalb der Fritteuse zu greifen oder den Pappschalen, die daneben stehen. Auch die Essenstabletts der Gäste in die oberen Etagen des Transportwagens zu stellen, bereitet ihr Probleme. „Es fehlen Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit“, sagt Ergotherapeut Ralph Hermsen, „aber das kommt auch wieder, dafür bieten wir ein spezielles Training an.“

Im 50 Quadratmeter großen Workpark der Rehaklinik am Berger See werden orthopädisch-erkrankte und unfallverletzte Patienten wieder fit für den Beruf gemacht. Hier orientiert sich das arbeitstherapeutische Training konsequent am realen Arbeitsplatz des Patienten. Dafür kommen eine Vielzahl von industriegenormten Materialien und Geräten zum Einsatz. Ziel ist die Rückkehr des Patienten an seinen ursprünglichen Arbeitsplatz und die Vermeidung der Berufsunfähigkeit. Doch bevor das arbeitstherapeutische Training beginnt, erstellt der Ergotherapeut gemeinsam mit dem Patienten ein umfassendes Tätigkeits- und Arbeitsplatzprofil sowie eine Leistungsanalyse, um die richtigen Übungen zu planen.

Mit Dr. Boris Pawelz stimmt Ergotherapeut Hermsen alle Therapiemaßnahmen ab. „Für unsere Patienten ist es wichtig, dass sie wieder Mut schöpfen und sich die Rückkehr in den Berufsalltag auch körperlich zutrauen. Dabei sind realistische Therapieziele zu formulieren, denn nach einem schweren Unfall geht oft das Körpergefühl verloren, manchmal auch eine realistische Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, die vor dem Unfall bestand. Wir simulieren im Workpark Arbeits- und Bewegungsabläufe“, sagt der Unfallchirurg und betont: „Motivieren und Fordern gehören zusammen.“
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Sabine Ziegler
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